Segeln um die Whitsundays

29Okt2018

WOCHE 6 & 7:

In den letzten 2 Wochen ist so viel passiert, dass wir gar nicht dazu kamen, alles aufzuschreiben. Da haben auch unsere Tagebucheinträge ein bisschen gelitten.

Drei Orte haben wir in der letzten Zeit besucht:

 

Agnes Water

Hier haben wir seit unserem Reisestart als Backpacker die längste Zeit verbracht. Unser Hostel, das „Cool Bananas“ war bisher unser Lieblingshostel und wir uns dort so wohl gefühlt, dass wir länger geblieben sind als geplant. Die Fotos sprechen für sich: Hier herrschte einfach eine super angenehme Atmosphäre, weil nicht nur alles schön und gemütlich war, sondern auch die Angestellten überwiegend selbst Backpacker sind, die sich durch ein ein paar Stunden Arbeit ihre Unterkunft verdienen.

Neben unserem Surfkurs haben wir ehrlich gesagt „mal“ nur entspannt am Strand gelegen, Fish & Chips gegessen und viele Sonnenuntergänge angeguckt. In Agnes Water kann man einfach perfekt die Seele baumeln lassen. Ein bisschen Bewegung musste aber auch sein: Einen Tag haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und sind hoch zu dem Dorf 1770 gefahren, wo James Cook einst als erster Engländer gelandet ist und von dort aus Queensland entdeckt hat. Dort gibt es tolle Ausgucke auf den Ozean und die anliegenden Buchten und auch das „Wildlife“ hat uns nicht hängen lassen: In einer abgelegenen Bucht überraschten uns eine Gruppe Delfine, welche die nächste Stunde immer wieder vor uns auf und ab schwammen. Delfine: Check!

Unser Hostel Unser Hostel 1770 Ein Delfin! Die Bucht von 1770

 

Hier übrigens die Fotos von unserem Surfkurs, von dem wir letztes Mal schon erzählt haben:

Surfen Surfen

 

Airlie Beach

Backpacker-Tipp Nummer 1: Mit dem Nachtbus die Küste hochfahren und eine Hostelnacht sparen. Wir sind also mit einem Greyhound-Nachtbus 10 Stunden lang bis nach Airlie Beach gefahren und kamen dort dementsprechend geplättet an. Der Temperaturunterschied zu Agnes Water hat sich doch sehr bemerkbar gemacht, da wir uns nun in der tropischen Zone Australiens befanden. Airlie Beach selbst ist sehr touristisch: Jeder zweite Laden ist eine Travel Agency und 99% aller Touristen sind nur dort, um eine Tour um die Whitsundays zu machen. Außer tagsüber am Stadtpool zu liegen und abends in den zahlreichen Clubs feiern zu gehen, kann man hier nicht viel machen. Schön ist es wegen der Landschaft dort trotzdem, aber nach 3 Tagen war es dann auch genug.

 

 

Mit der „New Horizon“ um die Whitsundays

Unser absolutes Highlight der letzten Wochen war mit Abstand unsere Whitsundays-Segeltour. 3 Tage und 2 Nächte ging es für uns mit 30 anderen Backpackern auf ein Holzsegelschiff, dass uns zu den schönsten Orten der Inselgruppe bringen sollte.

Gleich zu Beginn fuhren wir in eine Bucht der Hook Island, um dort mit Neoprenanzügen vom Boot zu hüpfen und daraufhin den Sonnenuntergang zu genießen. Die Neoprenanzüge waren übrigens Pflicht, weil im Sommer doch einige Quallen unterwegs sind. Abends saß dann die ganze Gruppe gemeinsam auf dem Deck und im Laufe der Nacht wurde das ein oder andere Goon-Paket (Wein im Tetrapack) geleert. Keine Sorge: Wir haben alle gut ins Bett gefunden und sind nicht von Bord gefallen.

Gemeinsam mit 6 anderen Mädchen aus den USA, Finnland und Belgien haben wir in einer kleinen Holzkajüte geschlafen und wurden morgens um 6:30 von König der Löwen geweckt. Daraufhin ging es gleich weiter zum Lieblingskorallenriff unserer Crew, wo wir mit Taucherbrille und Schnorchel ausgestattet wurden und das wunderschöne Riff erkunden durften. Die Crew hatte auch nicht untertrieben: Die Korallen waren nah genug an der Oberfläche, sodass man gut ihre bunten Farben erkennen und auch mit den Fischen schwimmen konnte. Am beeindruckendsten waren dann aber die Riesenschildkröten, die sich kein bisschen für uns interessiert haben und deshalb direkt neben uns geschwommen sind. Das ganze wirkte so unwirklich, dass wir es erst realisiert haben, als die Schildkröten dann vor uns den Kopf auf dem Wasser streckten.

Aber damit war es für den Tag noch nicht vorbei, denn das absolute Highlight der Tour wartete noch auf uns: Nach einem kurzen Bushwalk standen wir plötzlich auf dem angeblich weißesten Strand der Welt, dem Whitehaven Beach. Wer schonmal Fotos in Reiseführern davon gesehen hat: Dank dem guten Wetter sah er tatsächlich so aus, wie wir ihn uns vorgestellt hatten: Helle Sandbänke, türkises Wasser und grüner Regenwald. Wir hatten genug Zeit, um dort viel zu viele Fotos zu machen, im flachen Wasser herumzulaufen und uns auf die Stand-up-Paddel-Boards zu wagen. Später ging es dann noch zu dem berühmten Aussichtspunkt den man auf Instagram immer sieht und zum Abschluss beobachteten wir wieder den Sonnenuntergang vom Deck des Bootes.

Am Tag darauf ging es leider schon wieder zurück zu Airlie Beach, aber nicht bevor wir in der davor liegenden Bucht noch einmal von einer aufgeblasenen Wasserrutsche ins Meer plumpsen konnten.

Zum krönenden Abschluss trafen wir uns am darauffolgenden Abend mit der Gruppe in einer Bar, wo wir Freigetränke bekamen und Livemusik gespielt wurde. Danach zogen wir weiter in einen Nachtclub, wo es passend zu Halloween Gesichtsbemalung gab und wir noch einmal zusammen feiern konnten. Ein gelungener Abschied von einer Reise mit so einer tollen Gruppe.

Die Aussicht vom Schiff Sonnenuntergang vom Boot aus Sonnenbaden auf dem Deck Whitehaven Beach Whitehaven Beach Auch mal ein Foto zu zweit Whitehaven Beach Unsere Reisegruppe Die Afterparty

 

 

Jetzt sind wir in Cairns, noch einmal 9 Stunden nördlich von Airlie Beach, und warten darauf, dass unser Hostelzimmer fertig ist. Bis zu unserem Flug nach Neuseeland in einer Woche werden wir hier die Gegend erkunden und unseren ersten WWOOFing-Job (Arbeit für Unterkunft) bei einer Frau in Trinity Bay antreten. Damit kommt zu den „Travel“ nun auch das „Work“ dazu. Wir werden berichten ;)

 

Viele Grüße von

Theresa & Simona tongue-out