Farmleben in Victor Harbor

12März2019

Wir sind nun für eine Woche bei einer Familie mit riesiger Farm 90km südlich von Adelaide. Von Alpacas, Schafen, Hühnern, Gänsen, Hunden bis Schwänen trifft man hier alles an.

Unsere Arbeit besteht hauptsächlich aus Rasenmähen, Hühnerställe zusammenbauen, bei kleineren Arbeiten helfen und die Schafe fangen, um sie zu entwurmen (auch genannt: sheep wrestling). Wir haben wirklich Spaß dabei, aber finden auch keine schwere Arbeit. Zum Glück sind unsere Hosts auch sehr nett und haben uns schon mit zu einer Fahrt mit 4WD-Auto am Strand genommen und mit dem Gastgeber waren wir auch schon früh morgens auf offener See fischen. Bei uns hielt sich dabei der Erfolg in Grenzen, aber er hat immerhin einen großen Fisch gefangen.

Wir sind gespannt, was in den letzten paar Tagen hier noch kommt. Vielleicht wresteln wir ja noch ein paar Schwäne oder fangen tatsächlich mal einen eigene, essbaren Fisch. Wir sind gespannt und froh, jetzt auch die authentische Aussie Farm-Erfahrung mitgemacht zu habenwink

Buddy & TT TT beim Rasenmähen Wir durften auch mal das Boot steuern. Der große Fang Sonnenaufgang in Victor Harbor Zum Fischen muss man leider früh austehen... Schafe scheuchen

Road trippin' from Sydney to Adelaide

12März2019

Hier fassen wir nun also unseren ersten Road trip, insgesamt fast 6 Wochen, zusammen.

Ganz ehrlich, wir haben nicht wirklich Lust ins Detail zu gehen und erzählen mal nur unseren Highlights:

 

Blueys Beach -> Melbourne

Innerhalb von circa einer Woche ging es für uns von unserem Arbeitsplatz in NSW nach Melbourne in Victoria - insgesamt circa 1000km. Highlights auf der Strecke waren definitiv Mt Tomaree in Nelson Bay, den wir zum Sonnenuntergang bestiegen haben, die Blue Mountains mit all ihren wunderschönen Lookouts, der Royal National Park & Grand Pacific Drive nach Jervis Bay, 2h südlich von Sydney. Als wir den weißen Sand in Hyams Beach gesehen haben, haben wir uns echt gefragt, warum wir so viel Geld für die Segeltour zum Whitehaven Beach ausgegeben haben, wenn es hier doch fast genauso schön ist. Die Bilder sprechen für sichwink

Auf der Strecke haben wir auch die ersten richtigen Road trip & Camping-Erfahrungen gemacht - von kalten Duschem am Strand und in Surf Clubs, über Schlafen auf Rest Areas am Highway bishin zum Kochen mit unserem kleinen Gaskocher. Wir haben Spaß :)

Die spektakuläre Aussicht vom Mt Tomaree bei Nelson Bay. Camping im Kangaroo Valley. Man ist eigentlich nie allein. Blue Mountains Katoomba Cascades, Blue Mountains Wattamolla Beach im Royal NP. Eine wirklich unerwartetes Highlight und mehr als sehenswert Kleiner Stopp am Grand Picific Drive - 1h südlich von Sydney Kiama Rockpools Hyams Beach oder Whitsundays? ;)

 

Melbourne & Mt Macedon

Die folgenden 2 Wochen haben wir in Melbourne und Umgebung verbracht und können nun sagen, dass wir uns wirklich gut in der Innenstadt auskennen (wir sind bestimmt jede Straße dreimal entlang gelaufen). Zuerst waren wir eine Woche in einer WG in St Kilda, von wo aus wir oft mit dem Rad in die Innenstadt gefahren sind, vergeblich nach Pinguinen am Pier gesucht haben und auch Brighton Beach besichtigen konnten. Daraufhin ging es noch 3 Tage ins Nomads in der Innenstadt Melbournes, was besonders toll war, weil wir so nahe bei allen Sehenswürdigkeiten und dem Queen Victoria Market waren. Hier haben uns am besten die Märkte (in St Kilda am Sonntag und Mittwoch und der fantastische Queen Victoria Night Market am Mittwochabend) gefallen, sowie die ACMI (Museum für Film...), die unzähligen Parks, die noch zahlreicheren Essensgelegenheiten und vor allem die Promenade am Flussufer, besonders bei Sonnenuntergang.

Schließlich ging es für eine weiter Woche etwas nördlich nach Mt Macedon, wo wir Familienfreunde besucht und mit Ihnen die Gegend erkundet haben. Die Wohngegend allein ist schon wunderschön: Viel grün, viele Vögel und tolle große Grundstücke. Gefallen hat uns auch die Aussicht am Hanging Rock, Camel's Hump und die Steinformationen der Organ Pipes. Eine schöne Unterbrechung vom Reisen und eine Möglichkeit, einfach mal entspannt die Seele baumeln zu lassen.

Die Aussicht von der Promenade in Melbourne Brighton Beach Die berühmten Bathing Boxes am Brighton Beach. Es war übrigens erstaunlich kalt in Melbourne! TT am Hanging Rock Ausflug zum Hanging Rock

 

Great Ocean Road & Grampians

Eine weitere Woche dauerte es, von Mt Macedon über Lorne, Apollo Bay, Portland und die Grampians nach Victor Harbor bei Adelaide zu fahren. Natürlich haben wir auch hier unglaublich viel gesehen, da dies ja die berühmteste Roadtrip-Strecke Australiens ist. Wir konnten uns zum Glück Zeit lassen und alles erkunden, auf das wir Lust hatten. Unsere Highlights waren: Die Fahrt zwischen Lorne & Apollo Bay (angeblich der schönste Abschnitt der Great Ocean Road), die Eskine Falls bei Lorne, Campen und Ziplining im Wald des Otway NP, unser Abend & Sonnenaufgang am spektakulären Johanna Beach (wir haben ja schon WIRKLICH viele Strände gesehen, aber dieser war einer unserer Lieblinge), die Lookouts auf die 12 Apostels und weitere Steinformationen in der Bay of Islands, Schwimmen im Loch Ard Gorge und die Bucht von Port Campbell.

Die Grampians hatten auch einiges zu bieten, aber wir waren nur einen Tag und 2 Nächte dort. Die Fahrt zum und durch den Nationalpark war wirklich einzigartig und am Morgen wurden von einem Wallabie beim Frühstück überrascht. Empfehlenswert sind auf jeden Fall die MacKenzie Falls, die uns wirklich schwer beeindruckt haben. Schließlich haben wir von Wasserfällen schon viele Variationen gesehen. Trotzdem war dieser mit Abstand der Beeindruckenste!

Willkommen an der Great Ocean Road! Eskine Falls Die Strecke zwischen Lorne & Apollo Bay Fahrt zum Cape Otway Lighthouse Johanna Beach bei Sonnenaufgang Johanna Beach Gibson Steps Der erste Apostel auf dem Weg! Das klassische Foto der Apostel ... und das klassiche Touri-Foto Loch Ard Gorge Die Grampians tauchen in der Ferne auf MacKenzie Falls Da kann man schonmal 3 Fotos von hochladen! TT genießt die Aussicht

 

Jetzt sind wir in Victor Harbor, 90km südlich von Adelaide, angekommen und machen mal wieder eine Woche "Pause" vom Reisen, indem wir mal wieder WWOOFen.

Liebe Grüße von TT & Sisitongue-out

Wir bauen ein Bett in unser Auto!

02Feb2019

Wir haben nach 6 Wochen auch mal wieder den Weg zurück auf unseren Blog gefunden und wollen nun mal wieder erzählen, was wir in dieser Zeit so gemacht haben. Die Hoffnung, dass hier regelmäßig Einträge kommen werden, haben wir fast schon aufgegeben, aber vielleicht können wir uns in Zukunft ja mal wieder mehr Mühe geben. Es ist aber auch wirklich viel passiert...

 

Die größte Veränderung in unseren Reisegewohnheiten hat sich dadurch ergeben, dass wir nun a) ein Auto haben und rein theoretisch ÜBERALL halten kann, und b) ein Bett in unser Auto gebaut haben und nun praktisch endlos darin leben können. Die Planung und der Bau des Bettes war ziemlich aufwändig und hat eine Hirnschmalz gefordert. Wir hatten den Anspruch, dass das Bett so flexibel sein musste, dass man es auch wegfalten und die Rückbank benutzen kann. Also saßen wir 4 Stunden im Auto, haben gemessen und Pläne gezeichnet, bis wir schlussendlich zufrieden waren. Mit der sehr geduldigen Hilfe der Mitarbeiter von Bunnings haben wir auch alle Materialien (Holzplatten, Balken, Schaniere, Schrauben...) zusammenbekommen und Bunnings hat uns die Bretter sogar kostenlos auf unsere Maße zugeschnitten.

Dann ging es ans Zusammenbauen: 2 Tage haben wir fleißig geschraubt und gebohrt bis das Bett endlich stand und im Auto fixiert werden konnte. Gott sei Dank hat alles gepasst, nur ein bisschen gewackelt es gab auch noch genug "Luft" für unsere Klamotten und Kochutensilien unter der Bettkonstruktion. Die Aufbewahrungsboxen für unser Essen, die Kochutensilien und die Klamotten haben wir bei Kmart gefunden, den Gaskocher für sehr billig bei Bunnings und viele der Kochutensilien haben wir bei Second Hand Läden, wie Vinnies, zusammengesammelt. Die teuerste Anschaffung war tatsächlich die Matratze - selbst das Holz war nicht annähernd so teuer.

Wir sind sehr, sehr stolz auf unser Bett und unser Home on Wheels. Bisher klappte auch alles gut und wir hatten keine Probleme *knock on wood*.

 

Der ganze Umbau hat zwar etwas Geld gekostet, aber am Ende nur so viel wie 1 Woche im Hostel. Kann man also nur jedem Empfehlen, der sich ein Auto gekauft hat und damit reisen will. Jetzt leben wir die ultimative Road trip experience!

 

Vorhänge aus Winschutzscheibenabdeckung - schützt nicht nur vor neugierigen Blicken und Sonne, sondern auch vor Aliens. Sitzt, wackelt und hat Luft. Und natürlich darf auch die Solar-Lichterkette nicht fehlen. Gehalten wird das Bett von Stützen mit Schanieren, sodass man sie zur Not auch wegklappen kann. Wenn man die Sitze und die kleine Platte umklappt, hat man auch noch einige extra Zentimeter. Sehr wichtig, wenn eine der Schlafenden 1,80m ist. Und so sieht das fertige Home On Wheels dann in der Praxis aus...

Arbeiten im Paradies – unser erster Job!

28Jan2019

Dezember 2018 & Januar 2019

 

Hello again! Wir melden uns auch mal wieder…wink

Die letzten Wochen seit unserer Rückkehr aus Neuseeland haben wir damit verbracht, endlich mal ein bisschen Geld zu verdienen. Die Routine, die mit einem Job einhergeht, hat dazu geführt, dass wir es komplett verschlafen haben, einen Tagebuch- oder Blogeintrag zu schreiben. Deswegen fassen wir hier einfach mal alles zusammen – jetzt, da die letzte Woche in unserem Job bevorsteht.

 

Auf dem Weg zu unserem Job bei Forster, NSW, haben wir natürlich noch die Highlights auf der Strecke mitgenommen. Von Brisbane ging es mit dem Greyhound-Bus über die Gold Coast nach Byron Bay. Byron Bay ist ein „ehemaliges“ Hippie-Dorf, das inzwischen zum Hotspot der Instagrammer dieser Welt geworden ist. Überall sind wunderschöne kleine Läden mit Hippie-Schmuck und fancy Essen und an jeder Hausecke befindet sich Street Art. Ein beliebtes Highlight ist der Leuchtturm, zu dem ein schöner Küstenweg führt. Wir haben die Zeit dort natürlich überwiegend am Strand verbracht, der zwar sehr voll, aber ohne Frage außergewöhnlich schön ist. Das Essen haben wir uns auch nicht entgehen lassen: Falafel, Frozen Yoghurt & Co. mussten dann auch mal sein. Wir fempfanden Byron Bay auf jeden Fall als ein „Muss“ auf unserer Strecke, aber es ist wohl nicht mehr das, was es einmal war. Heutzutage ist Byron Bay zu 90% mit Backpackern und Touristen überlaufen und auch sehr teuer. Mehr Instagram-Hipster als Hippie. Schön war‘s trotzdem.

Eine der vielen Wandbemalungen in Byron Bay Touri-Posen am Byron Bay Lighthouse

 

Dann sind wir endlich in Blueys Beach angekommen und haben aufgeregt unsere Schichten in einer Pizzeria begonnen. Theresa hat gelernt, Pizzen zu machen und Simona hat an der Bar Gäste bedient und Alkohol ausgeschenkt. Wir hatten wieder einmal wirklich Glück, auf diesem Fleckchen Erde zu landen, und mit so tollen Menschen arbeiten zu können. Unser Chef war super nett und hilfreich und vor allem die anderen Pizzamacher und Kellnerinnen haben uns gut in die lokale Familie aufgenommen und eingearbeitet. So sind wir immer gerne zur Arbeit gegangen und haben es extrem genossen, mal wieder einen geregelten Tagesablauf zu haben und länger an einem Ort zu sein. Es ist auch mal schön, nicht immer nur Leute für 3 Tage zu treffen, sondern Zeit zu haben, sich kennenzulernen.

Aber nicht nur unser Job war alles, was wir uns gewünscht haben – auch die Umgebung von Blueys Beach / Smiths Lake ist wirklich traumhaft schön. Von den Backpackern bisher unentdeckt, waren wir nur von Australiern umgeben und konnten unsere freien Stunden an den zahlreichen Stränden und Seen in der Umgebung verbringen.

Blueys Beach - 5 Minuten entfernt von unserem Arbeitsplatz Seal Rocks, einer der vielen schönen Stände hier Ein weiterer Beach bei Seal Rocks

Auch unsere Unterkunft war gut gelegen: Wir wohnen in einem kleinen Ferienhaus, das nicht komplett möbiliert ist, weshalb wir eine relativ geringe Miete zahlen müssen. Hier in der Umgebung stehen sonst fast nur Ferien- und Sommerhäuser und alle sind umgeben von typisch australischem Wald. So haben wir das Gefühl, mitten in der Wildnis zu leben und wenn wir aus dem Fenster schauen, sehen wir nur grün. Ein bisschen abgelegen ist es hier aber tatsächlich: Ohne Auto kommt man nicht mal zu einem günstigen Supermarkt, denn der befindet sich erst 30 Minuten entfernt in Forster. Zur Arbeit sind wir zu Beginn immer mit dem Rad gefahren, was abenteuerlich und bei den Hügeln hier ein echtes Workout war. Abenteuerlich war auch ein Sturm Ende Dezember, der an der ganzen Küste mehrere Stromleitungen gekappt und unsere Region für 20 Stunden vom Stromnetz getrennt hat. Das war wirklich mal eine Erfahrung: Nicht einmal das Handynetz funktionierte gut und wir wussten nicht, wie wir noch Essen kochen und uns beschäftigen sollten. Niemand wusste außerdem, wie lange der Stromausfall noch anhalten würde. Von einigen Stunden bis mehreren Tagen war da alles dabei. Gott sei Dank kam der Strom rechtzeitig zum Abendessen wieder und wir haben nun eine Geschichte zu erzählen.

Die Straßen unserer Wohngegend Smiths Lake, in dessen Nähe wir wohnen

 

Eine weitere große Neuigkeit ist unser neues Familienmitglied: Norbert Björn, unser Nissan X-Trail, den wir kurz vor Jahresende von einem Dealer in der Region erstanden haben. Ein ziemlich teures Weihnachtsgeschenk ;) Norbert ist alt, ein bisschen rapplig und hat uns schon die ein oder anderen Sorgen gemacht – aber insgesamt sind wir sehr froh, endlich ein Auto zu haben. Es hat uns gut nach Sydney und zurück gebracht und selbstverständlich jeden Tag zur Arbeit. Ohne das Auto hätten wir auch niemals so viel von der Region gesehen. Langfristig würden wir gerne in dem Auto schlafen und ein richtiges Bett reinbauen. Da das natürlich etwas aufwändiger ist, schieben wir den Bettenbau noch ein bisschen auf und schauen, wann sich dafür die beste Gelegenheit bietet. Wir hoffen einfach, dass Norbert uns sicher durch Australien tragen wird und freuen uns schon auf die neugewonnene Freiheit und Flexibilität!

Wir melden uns in der Zukunft hoffentlich wieder regelmäßig. Ab nächster Woche geht es wieder "on the road", diesmal mit unserem eigenen Auto, und wir machen uns auf dem Weg in Richtung Melbourne.

Alles liebe, frohes neues Jahr und viele Grüße von

Theresa & Simona tongue-out

Silvester in Sydney

01Jan2019

Happy New Year!

 

Dass wir in Sydney ins neue Jahr feiern würden, stand eigentlich schon seit September fest – so früh muss man nämlich eine Unterkunft buchen, um nicht unfassbar viel zu bezahlen. Wir hatten 2 verschiedene airbnb‘s (Hostels sind viel zu teuer über Silvester), von denen das eine in Neutral Bay nördlich der Harbour Bridge lag, und das andere mitten in der Innenstadt südlich der Brücke und Oper.

 

Mit dem Auto sind wir zuhause früh morgens am 30.12. losgefahren und konnten zum Glück unser Auto die ganze Zeit über in der Nähe unserer ersten Unterkunft kostenlos stehen lassen. Am ersten Tag haben wir die Harbour Bridge, The Rocks (ein altes Hafenviertel) und den Hafen selbst besichtigt. Unser tägliches Highlight bestand immer aus der Fährenfahrt vom Hafen an der Oper quer über den Fluss zu unserer Unterkunft in Neutral Bay. Die Sicht auf die Brücke und die Oper waren von dort aus einfach unschlagbar.

Dann war schon New Years Eve: Um einen guten Blick auf das Feuerwerk und die Harbour Bridge zu haben, muss man entweder viel Zeit oder viel Geld opfern. Da wir Backpacker sind, haben wir uns natürlich für die erste Option entschieden. Das hieß für uns: Wir haben uns um 8 Uhr morgens mit 2 Freunden aus Deutschland am Mrs Maquaries Point getroffen und 16 Stunden auf das Feuerwerk gewartet. Der Wahnsinn der ganzen Aktion wurde schon deutlich, als wir sahen, wie viele Leute schon um 8 Uhr in endlosen Schlangen vor dem Einlass zum Park warteten. Eine gute Sicht durch die Bäume zu finden, war dann auch eine Herausforderung, weil die wirklich guten Plätze am Wasser entweder aus Sicherheitsgründen abgesperrt oder für zahlende Privatgäste vorbehalten war. Wir hatten verhältnismäßig Glück und konnten die Harbour Bridge und die Oper gut erkennen. 16 Stunden zu warten war trotz der tollen Sicht sehr anstrengend, weil es sehr voll und heiß war, wir dann später mit Regen übergossen wurden und froren und ein bisschen an unserer Entscheidung zweifelten. Aber war schon irre, von zahlreichen verschiedenen Nationalitäten umgeben zu sein – besonders, als sich die Stimmung vor dem Feuerwerk immer mehr aufheizte. Simona hat zufällig auch noch ihre Cousine aus Deutschland in der Menge getroffen, was an sich natürlich schon ein Highlight war. Am Ende hat sich das Warten auch gelohnt: Beide Feuerwerke um 21:00 und 00:00 Uhr waren sehr beeindruckend und wir haben nun wieder eine Geschichte zu erzählen.

Unsere Sicht für 16 Stunden Kuschelige Runde

 

Die übrigen 2 Tage in Sydney verbrachten wir in der Innenstadt um die Oper, wo wir brav alle Städtehighlights abklapperten, in Darling Harbour den Sonnenuntergang ansahen, nachts die Stadt durchwanderten und natürlich der Oper und dem Hafen mehr als nur einen Besuch abstatteten. Insgesamt haben wir die Zeit in Sydney sehr genossen. Es war wie ein kleiner Urlaub vom Arbeiten.

Der erste Tag in Sydney Das obligatorische Opernhaus-Foto Wir mochten besonders die typischen Hausfronten Nachts in Sydney

Viele liebe Grüße von uns beiden,

Theresa & Simona tongue-out

Von Seelöwen hautnah und Wanderungen am Meer

02Dez2018

26.11. - 04.12.18

Die letzten Tage unseres Campervans-Abenteuer brechen an. Wir sind endlich im Norden der Südinsel angekommen und genießen die Natur der Nationalparks auf unserer Strecke.

Abel Tasman
… ist angeblich die sonnigste Region Neuseelands, weshalb man hier mehrtägige Wanderungen an der Küste des für seinen gelben Sand und türkises Wasser berühmten Nationalpark machen kann. Von der Sonne hatten wir mal wieder nicht so viel, aber hat es nur genieselt, wenn wir gerade nicht im Park herumgelaufen sind. Wir konnten natürlich keine mehrtägige Wanderung machen, haben aber dennoch versucht, möglichst viel mitzunehmen. Besonders erwähnenswert war der Spaziergang zu den Wainui Falls, dem beeindruckenden Wasserfall, den wir bisher gesehen hatten. Außerdem besuchte wir die Te Waikoropupu Springs, die für ihr glasklares Wasser bekannt sind. Ansonsten waren auch die Aussichten auf die Berge, Wälder und Buchten während der Fahrt die engen und steilen Straßen wert.
Um sagen zu können, das auch wir den berühmten Coastal Walk bewandert haben, sind wir eine Stunde lang das letzte Stückchen des Weges entlangegangen, um dann wieder umzudrehen, um den Rest des regnerischen Tages in einem Schwimmbad in Richmond zu verbringen. Hätten wir mehr Zeit in Neuseeland, hätten wir uns auch vorstellen können, den restlichen Teil des Küstenwanderweges zu erkunden.

  Willkommen im Abel Tasman NP! Auf dem Weg zum Wasserfall Wainui Falls - der Wasserfall Die gelben Strände von Abel Tasman Abel Tasman Coastal Walk


Marlborough Sounds
Nach einer Nacht auf einem schönen Campingplatz in Nelson (es gab eine Waschmaschine!!) haben wir die Stadt erkundet. Groß oder besonders spektakulär ist Nelson nicht, aber relativ gemütlich und es gibt an jeder Ecke Essensbuden. Der kleinen Asiatin mit ihrer Thai-Bude konnten wir dann auch nicht widerstehen und „gönnten“ uns ein super Lunchessen. Magen gefüllt für die weitere Reise die Küste entlang in die Marlborough Sounds. Da wir nicht genug Zeit hatten, den berühmten Queen Charlotte Track mitten durch die Hügel/Inseln zu machen, wollten wir zumindest mitten in den „Sounds“ schlafen. Unser Campingplatz lag wirklich mitten im Nirgendwo, an einer einsamen Bucht, zu der wir erstmal eine Stunde eine seeehr kurvige Straße entlang fahren mussten. Auch mal eine Erfahrung: Auf diesem Campingplatz waren wir erstmal alleine, bis um 9 Uhr nachts noch eine Familie zu uns stieß. Für die Aussicht beim Aufwachen hat sich der Weg definitiv gelohnt.
Um trotzdem ein bisschen von den Wanderwegen mitzunehmen, entschieden wir uns, den Snout Track mit Sicht auf Picton, Queen Charlotte Sound und die anderen Buchten. Sehr beeindruckend, weil wir erstens tolles Wetter hatten und zweitens einen Teil der Strecke genau auf der Kuppe des Hügels liefen und einen tollen Rundumblick hatten. Danach ging es für die Nacht auf einen gemütlichen Campingplatz bei Rarangi.

  unsere einsame Bucht beim Queen Charlotte Track Snout Track Queen Charlotte Sound Queen Charlotte Sound


Delfinschwimmen in Kaikoura
… ist dann doch nichts geworden (sorry für den Teaser). Eigentlich hatten wir in Kaikoura eine Tour gebucht, bei der wir mit Delfinen im offenen Meer hätten schwimmen können. Kurz vor unserer Abfahrt war dann die See jedoch so rau, dass das Boot nicht auslaufen konnte. Schade – Umbuchen ging nicht, weil wir am nächsten Tag in Christchurch unser Auto abgeben mussten. Stattdessen verbrachten wir unsere 2 Tage in Kaikoura damit, den wunderschönen Peninsula Walkway von beiden Seiten zu erkunden. Er führte über die Felsen direkt am Wasser lang, sodass man sich immer wieder neben Seelöwen stehend fand und sie ganz aus der Nähe betrachten konnte. Die Felsen an sich waren auch sehr außergewöhnlich geformt, und zusammen mit der Küstenformation und dem blauen Wasser ein toller Anblick.

  Chillen mit der Crew Kaikoura Peninsula Walkway Kaikoura Peninsula Walkway mit Robbe Man kommt ihnen ganz nah. Irre Steinformationen Das andere Ende des Peninsula Walkways in Kaikoura Blick auf die Bucht Kaikouras



Und nun ist unser Abenteuer mit unserem Campervan Ernie vorbei. Heute haben wir ihn in Christchurch wieder abgegeben und sind nun hier im Hostel, um dann in 2 Tagen zurück nach Australien zu fliegen. War doch etwas schmerzhaft der Abschied. Wir haben unsere Klapperkiste schon sehr ins Herz geschlossen und werden die Freiheit der Autofahrten und die gemütlichen Abende mit Tee im Campervan-Bett vermissen.
Wir werden dich nicht vergessen, Ernie! Man merkt‘s: Wir sind etwas emotional…

Theresa & Simona tongue-out

Von Gletschern, Pancakes und Seelöwen - Neuseelands Westküste

25Nov2018

22. - 25. November

 

Mt Aspiring National Park

Eigentlich hatten wir in Wanaka eine größere Wanderung unternehmen wollen, aber als wir am nächsten Morgen die Berge in Wolken gehüllt vorfanden, beschlossen wir, einfach aufzugeben und weiterzufahren. Letztendlich eine gute Entscheidung: Auf dem Weg durch den Mount Aspiring National Park war das Wetter super und wir konnten alle Highlights mitnehmen. Zunächst führte unsere 5-stündige Fahrt zu Lookouts auf Lake Wanaka und das Valley dahinter. Später stoppten wir dann für einen Spaziergang zu den unglaublich klaren Blue Pools, zu denen uns ein 15-minütiger Weg durch den moosigen Wald führte. Da es hier so viele flache Steine gibt, scheint es Tradition zu sein, dass alle Besucher Steintürmchen bauen, die dann wie Kunst in der Landschaft wirken. Besonders toll war auch, dass wir dort Eltern von einem Freund von uns aus Braunschweig in die Arme liefen. Verrückt, sich einfach so am anderen Ende der Welt zu treffen!
Der nächste Stopp war ein Wanderweg durch wieder einmal Moos bedeckten Wald (hier besonders: Das Moos war gelb und bedeckte ganze Waldnischen) zu einem Aussichtspunkt auf das Valley und schneebedeckte Berge. Später besuchten wir noch kurz einen Wasserfall, der auf dem Weg lag.

Nach einer Weile erreichten wir endlich die südliche Westküste und waren fasziniert, wie anders die Landschaft dort war: Wir hatten das Gefühlt, mitten in Australien gelandet zu sein! Je weiter wir nördlich kamen, desto mehr ähnelten die Bäume dann Regenwald und es wurde auch immer nasser. Hier machten wir die Erfahrung, wie es ist, den ganzen Tag keinen Handyempfang zu haben und höchstens an verlassenen aussehenden Farmen vorbeizukommen. Man merkt da schon seine eigene Abhängigkeit vom Internet. Gruselig, wenn man niemanden im Ernstfall erreichen kann und meilenweit kein Mensch zu sehen ist. Am Ende waren wir sehr froh, endlich Menschen anzutreffen, sobald wir unseren Campingplatz bei Gillespie Beach erreicht hatten. Dort genossen wir als Abendprogramm den Sonnenuntergang am Strand mit der schneebedeckten und sonnenbeschienen Bergkette der Südalpen im Rücken. Vollmond war auch, und selbst Mount Cook konnten wir endlich aus der Ferne sehen! War die einsame Fahrt auf jeden Fall wert.

Die Aussicht auf den See neben Lake Wanaka Blue Pools Land-Art? TT in den Blue Pools Gelbes Moos Meeeehr gelbes Moos Geschaffter Hike auf eine Aussichtsplattform Plötzlich wie in einem anderen Land Plötzlich wie in einem anderen Land Sonnenuntergang mit Blick auf Mt Cook

 

Franz Josef Gletscher

Da die Straße zum Fox Glacier leider geschlossen war, mussten wir uns mit der Sicht aus der Ferne auf die Eismassen genügen. Dafür fuhren wir dann gleich weiter zum Franz Josef Gletscher. Der Wanderweg dorthin war beinahe beeindruckender als den abschließenden Aussichtspunkt auf den Gletscher selbst. Der Weg war das Ziel ;) Wir liefen nämlich mitten durchs ehemalige Gletscherflussbett und kamen an vielen Wasserfällen und riesigen Felsen vorbei. Der ständige Blick auf den Gletscher war natürlich auch nicht zu verachten. Leider ist das Eis in den letzten Jahren schon extrem zurück gegangen.

Der Aussichtspunkt des Franz Josef Gletschers Ein Gletscher! Fox Glacier aus der Ferne

 

Pancake Rocks & Seelöwen

Ein zweitägiger Roadtrip stand an! Um die restliche Westküste so schnell wie möglich zu überbrücken – wir wollten uns im Norden dafür lieber mehr Zeit lassen – mussten wir 2 Tage lang viele Kilometer zurücklegen. Auf der Strecke hielten wir trotzdem ein paar Mal an: Zuerst in dem wenig spektakulären Hokitika, die erste „große“ Stadt auf unserem Weg seit Wanaka. Besonders cool waren die Pancake Rocks, nördlich von Greymouth, wo man einen Rundweg an der Küste laufen kann und dabei die ungewöhnliche Gesteinsformation sieht. Auf jeden Fall einen Stopp wert. Das zweite Highlight der Strecke war eine Seelöwenkolonie bei Westport, wo wir bestimmt eine halbe Stunde nur standen und die Seelöwen mit ihren „pups“ beobachteten.

Pancake Rocks Pancake Rocks Seal Colony Süßer Mops

 

Jetzt sind wir endlich im Norden der Südinsel angekommen und der Abel Tasman National Park wartet auf uns. Unser Daumen sind gedrückt für gutes Wetter, damit wir möglichst viel sehen können.

 

Alles Liebe von

Theresa & Simona tongue-out

Im Campervan durch die Südalpen Neuseelands

21Nov2018

16. - 21. November

 

Nachdem wir mit der Interislander-Fähre zur Südinsel hinübergesetzt hatten, ging es sofort mit dem Bus die Ostküste hinunter nach Christchurch, wo wir eine Nacht verbrachten und „Fantastic Beasts – Crimes of Grindelwald“ im Kino sahen. Am nächsten Morgen waren wir dann bereit, unser Home On Wheels für 2 Wochen abzuholen...

 

Ernie – unser Lucky Rookie Campervan

Ernie, benannt nach dem Nummernschild, hat bis auf eine Toilette eigentlich alles was wir brauchen: 2 Sitze vorne, hinten eine Bank, die man für die Nacht zu einem Bett umbauen kann und an der Heckklappe ein Fach mit einem kleinen Gaskocher und eine Mini-Pumpspüle. Große Mahlzeiten kann man hier nicht kochen, aber für Dosensuppe oder Nudeln mit Pesto reicht es allemal. Bisher hat uns Ernie auch sicher überall hingebracht, obwohl er schon einige Kilometer auf dem Buckel hat und bei Bergen doch hörbar kämpfen muss. Wir halten die immer schön die Daumen gedrückt und sind froh, gut versichert zu sein. Nachts schlafen wir immer auf Campingplätzen, die leider auch fast alle etwas kosten. Freies Campen dürfen wir ohne tragbare Toilette etc. nämlich nicht und die kostenlosen Campingplätze sind auf unserer Strecke doch rarer als erwartet. Uns macht es auf jeden Fall Spaß, selbstständig überall hinfahren zu können. Eine ganz neue Erfahrung auf unserer Reise.

Ernie von innen Die Kissen und Holzteile kann man zu einem Bett zusammenbauen. Gemütlicher als es aussieht! Frühstück vorbereiten. Wie immer: Porridge mit Obst und ausnahmsweise mal ein Brot  Ernie in der Wildnis Neuseelands

 

Akaroa & Little River Campingground

Für unsere erste Nacht hatten wir geplant in dem wunderschönen französisch angehauchten Akaroa nahe Christchurch auf einem kostenlosen Parkplatz zu schlafen. Wie oben schon erwähnt, haben wir dort jedoch festgestellt, dass es für uns mit Nicht-Selbstversorger-Auto nicht möglich ist. Deshalb ging es nach kurzer Erkundungstour durch Akaroa (wo wir gerne länger geblieben wären) zum Little River Campground ganz in der Nähe. Dieser kostete zwar $15 pro Person, aber bot dafür Stellplätze direkt neben einem Fluss, ein großes Gelände mit Wald, eine gemütliche Küche und sogar ein Lagerfeuer am Abend. Auf jeden Fall eine beruhigend schöne erste Nacht, die deshalb das Geld wert war.

Unser erster Campingplatz

 

Frieren am Lake Tekapo

Unsere erste längere Autofahrt stand an: Eine Weile die Ostküste herunter und dann ab in die Berge der Südalpen, zu dem eisblauen Lake Tekapo. Bei unserer Ankunft konnten wir noch die blaue Farbe und die Sonne genießen, wurden aber schon mit deutlich kälterem Wetter konfrontiert. Die Nacht auf einem Campingplatz mit Plumpsklo wurde dann zu einem ersten Härtetest: Wir versuchten erfolglos, unsere Kartoffeln im eisigen Wind zum kochen zu bringen und scherzten daraufhin, dass die umliegenden großen Campervans uns doch mal zum kochen bei sich einladen könnten. Kurz darauf ging neben uns die Tür auf und drei nette Australier boten uns ihren Herd an. Da konnten wir nicht „Nein“ sagen und waren froh, im warmen zu stehen und eine nette Unterhaltung zu führen. Nachts begann es dann zu schneien und wir froren doch sehr trotz Schlafsack und extra Decke. Die Stimmung war am nächsten Tag dementsprechend gedrückt. Leider war das Wetter so schlecht, dass wir am Lake Tekapo nichts machen konnten und so weiter zum nächstgelegenen Lake Pukaki fuhren. Die Landschaft auf unserer Strecke war trotz diesigem Wetter absolut atemberaubend und anders als alles, was wir bisher in unserem Leben gesehen hatten.

Vorne: die typischen Blumen in den Bergen hier. Hinten: TT und der Lake Tekapo Sisi genießt die Aussicht Unsere Fensterscheibe am Morgen - brrrrr!

 

Lake Pukaki & der versteckte Mt Cook

Bei Lake Pukaki angekommen fuhren wir prompt an unserem Campingplatz vorbei und gerieten direkt an den Fuß von Mount Cook, den wir wegen Schnee und Regen jedoch nicht einmal ansatzweise sehen konnten. Überhaupt konnte man von den den großen Bergen um den See keinen einzigen während der Fahrt sehen. Die Weite der Landschaft war trotzdem sehr beeindruckend, und wir waren insgeheim froh, zu weit gefahren zu sein. Es ging dann trotzdem zurück zu einem Holiday Park am Seeufer, wo wir eine heiße Dusche genießen durften, in einer geschlossenen Küche essen konnten und den Abend im warmen Aufenthaltsraum mit großen Fenstern genießen konnten. Gegen Abend rissen sogar etwas die Wolken auf, sodass wir auf die riesigen schneebedeckten Berge um uns herum blicken konnten. Am Morgen begrüßten uns dann auch ganz viele kleine Häschen auf der Wiese, wo unser Van stand. Leider war das Wetter trotzdem nicht besser geworden und wir konnten nicht wie geplant den Hooker Valley Track am Mount Cook machen. Sehr schade.

Unser Campingplatz am Lake Pukaki Sehr ihr den Mt Cook? Wir auch nicht. PS: Kaaaalt! 

 

Queenstown

Stattdessen ging es für uns weiter Richtung Queenstown. Die Fahrt dahin war recht abenteuerlich. Der Höhepunkt war der verschneite Lindis Pass, ein Valley, das nun komplett mit Schnee bedeckt war und uns dadurch ein kurzes Gefühl von Skiurlaub bescherte. Auf dem Weg nach Queenstown wechselte das Wetter jedoch wieder in Regen und wir konnten bei unserer Ankunft nicht mehr machen, als ein wenig durch die regennasse Stadt zu laufen. Eigentlich hatten wir zum Abendessen die berühmten Fergburger probieren wollen, wurden dann jedoch von der superlangen Warteschlange abgeschreckt. Stattdessen prüften wir die Konkurrenz und hatten fantastische „Devil‘s Burger“ und danach sogar noch einen Cookie-Milchshake. Am nächsten Morgen wachten wir endlich zu blauem Himmel und sonnenbeschienenen Berghängen auf und waren unendlich glücklich.

(Uns ist bewusst, dass wir sehr viel übers Wetter schreiben. Wir haben hier aber auch gelernt, wie sehr einem das Wetter die Reisepläne versauen kann – vor allem in einem Land, das außer Natur nicht viel KOSTENLOSES Entertainment bietet.)

Auf jeden Fall nutzen wir das gute Wetter und bestiegen unseren ersten neuseeländischen Berg: Anstatt die zu teure Gondel zum berühmten Aussichtspunkt zu nehmen, kletterten wir den Tiki Trail hoch, was ein kleines Abenteuer für sich war, da er noch so matschig und rutschig vom Regen war. Aber das Schwitzen lohnte sich: Die Aussicht auf Queenstown, den See und die umliegenden Berge ist einfach beeindruckend.

Auf dem Weg nach Queenstown landen wir hier: Lindis Pass Schneeeee! Dafür hat sich der Aufstieg gelohnt: Queenstown mit den Remarkables im Hintergrund

 

Arrowtown & Wanaka

Noch am selben Tag fuhren wir über Arrowtown und Cardrona nach Wanaka. Arrowtown war ein super Zwischenstopp, weil die ehemalige Goldsucherstadt noch so alt und gemütlich war und man auf der Fahrt eine beeindruckende Aussicht auf das Tal hatte. In Wanaka war das Wetter dafür leider wieder schlecht und wir konnten mal wieder unsere Wanderpläne für den nächsten Tag streichen. Dafür verbrachten wir die Nacht auf einem gemütlchen Campingplatz am Fluss mit Enten, heißer Schokolade und was zum Naschen. Langsam arrangieren wir uns mit dem Leben im Campervan und fühlen uns richtig wohl am Abend, sobald wir das Bett ausgeklappt haben und es uns gemütlich machen können.

Der Blick ins Tal: Arrowtown und hinter dem Hügel in der Mitte Queenstown Einer unserer Lieblingscampingplätze nahe Wanaka Ente, Ente, Ente, Ente... Gans!

 

In der Hoffnung auf besseres Wetter an der Westküste,

viele Grüße von

Simona & Theresa tongue-out

New Zealand – Nordinsel: Part 2

15Nov2018

13.-15. November 2018

Taupo

Direkt nach einer Nacht in dem nicht sehr aufregenden Matamata ging es für uns mit dem Bus über Rotorua nach Taupo, eine Stadt, die vor allem für das nahegelegene Tongariro Alpine Crossing (8h, war uns mit Erkältung und unserem Fitnesstand zu anstrengend), dem Mt Taranaki und den größten See Australasiens (neues Wort für uns) bekannt ist. Der See macht die Stadt erst schön, ansonsten ist hier nichts besonderes. Wir hatten unsere Freude mit „Der Hobbit“-DVDs im Hostel und einem Zweierzimmer, das wir uns ausnahmsweise mal leisten konnten. Den zweiten Tag in Taupo haben wir damit verbracht, zuerst mit dem Bus zu den Aratiatia Rapids zu fahren, wo man täglich miterleben kann, wie ein Staudamm täglich das geöffnet wird und das ganze Flussbett überflutet. War auf jeden Fall sehr beeindruckend, was für eine Kraft das Wasser hat. Daraufhin ging es einen 7km Wanderweg durch die wechselhafte neuseeländische Landschaft. Innerhalb von 2 Stunden fühlten wir uns, als hätten wir Spanien, Deutschland und Australien durchquert. Am Ende wurde das Spazierengehen dann doch eher zu Power Walking, weil wir unserem Bus zurück in die Stadt erwischen mussten. Gott sei Dank waren schnell genug und hatten am Ende noch Zeit, uns unser eigentliches Ziel, die Huka Falls, anzugucken.

Die Aratiatia Rapids vor der Dammöffnung ... und danach. Huka Falls 

 

Wellington

Nach einer 6stündigen Fahrt aus Taupo kamen wir abends in Wellington an. Da unsere Fähre zur Südinsel morgens am nächsten Tag fuhr, hatten wir leider nur einen Abend Zeit, um Neuseelands Hauptstadt zu entdecken. Innerhalb der kurzen Zeit haben wir die Aussicht vom Botanischen Garten auf die Berge hinter der Stadt und die Bucht genossen, haben die Straßen der Innenstadt durchlaufen und sind am Hafenbecken entlanggegangen. Insgesamt gefällt uns Wellington von den großen Städten Neuseelands mit Abstand am besten: Es gibt weniger Hochhäuser als in Auckland, die Straßen sind kleiner und deshalb gemütlicher und insgesamt war die Stadt auch weniger überlaufen. Wir hätten die Stadt gerne noch einen Tag länger besichtigt. Aber dann müssen wir wohl nochmal wiederkommen ;)

 

Jetzt heißt es: Bye bye Nordinsel! Auf geht‘s mit dem Campervan auf die Straßen des Südens. Das Leben in einem Auto und das Schlafen in der Natur wird bestimmt spannend.

Theresa & Simona tongue-out

New Zealand - Nordinsel: Part 1

14Nov2018

Dinge, die man als Tourist in NZ erleben muss (die wir schon abhaken können) - Teil 1:

- mit „Kia Ora“ bergüßt werden

- in Auckland bei grün quer über die Kreuzung gehen (alle haben gleichzeitig grün)

- schafe und Kühe auf endlosen Hügeln sehen (mähh)

- den „Hobbit“ oder „Herr der Ringe“ lesen

 

6.- 12. November 2018

Die erste Woche in Neuseeland ist schon rum. One down, three to go. Was wir im Land der Kiwis, Silberfarne und Hobbit-Hügel erlebt haben, lest ihr jetzt:

 

Auckland

Nach einem langen Tag im Flugzeug und in 3 Flughäfen sind wir mitten in der Nacht in Auckland gelandet und sind um halb 2 Uhr morgens glücklich in unserem Hostel ins Bett gefallen. Nachdem wir am ersten Vormittag erstmal SIM-Karten eingerichtet und unsere ganze Reise auf der Nordinsel geplant haben, ging es endlich raus auf die Straßen Auckland. Im Grunde sind wir den schönsten Häusern und kleinen Straßen nachgelaufen und sind nach einer Tour um den Hafen in einem kleinen Café mit Blick auf das Wasser gelandet, wo wir uns eine heiße Schokolade „gegönnt“ haben.

Zur Erklärung: Als Backpacker hat man immer ein schlechtes Gewissen, wenn man Geld ausgibt. Wenn immer wir also für etwas Schönes Geld ausgeben müssen, sagen wir: Wir gönnen uns das mal. Und wir gönnen uns nach unserem Gefühl schon einiges. Trotzdem sind wir der Meinung: Wir sind ja nicht hier, um nichts zu machen und nur zu sparen. An manchen Stellen ist es okay, sich etwas zu „gönnen“.

Am zweiten Tag war eigentlich der Plan, einmal quer durch Neuseeland zu laufen, beziehungsweise den Coast to Coast Walk quer durch Auckland zu machen. War uns dann aber doch zu lang und wir haben es nur durch den Albert Park und den Auckland Domain Park mit seinem wunderschönen, alten Gewächshaus zum Mount Eden geschafft. Die Aussicht von dem Vulkankrater, der Mount Eden bildet, war den Aufstieg wert. Vor allem die Sicht auf Aucklands Vororte hat uns gezeigt, dass es noch viele niedliche Ecken geben muss, die deutlich schöner sind als die von Hochhäusern überwucherte Innenstadt.

Am Nachmittag führte unser Weg dann zum Ben&Jerry‘s-Store, auf den wir seit unserem wortwörtlich ins Wasser gefallenen Aufenthalt in Noosa (war trotzdem schön – nur halt zu nass, um am letzten Abend zu Ben&Jerry‘s zu gehen) gewartet hatten. Lecker!!!

Auckland Komische Bäume im Park... mit komischen Touristen dran! Die Aussicht vom Mount Eden Wintergarten

 

Paihia

Die restliche Nordinsel bereisen wir momentan mit dem Bus mit einem Intercity-Travel Pass, der uns zu möglichst vielen Highlights bringen soll und auch schon einige kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten. So auch eine Bootstour in Paihia, die „Hole in the Rock Cuise“. Wir bestiegen also morgens in Auckland einen Bus, der uns durch die wunderschönen grünen Hügel in den Norden brachte. Auf der Fahrt kamen wir überhaupt nicht mehr aus dem Staunen raus und erwarteten hinter jedem Hügelchen Bilbo zu sehen. Besonders traumhaft war auch, dass die unzähligen Kühe und Schafe die Hügel ihr Zuhause nennen können und mit dem ganzen Auslauf wahrscheinlich die glücklichsten Tiere der Welt sind.

Paihia selbst ist ein kleiner Ort, der davon lebt, dass man von dort aus mit dem Boot die Bay of Islands erkunden kann. Unsere Bootstour führte uns um all die kleinen grünen Inseln und gigantische Felsen und natürlich auch zum berühmten „Hole in the Rock“. Wortwörtlich: Ein großes Loch mitten durch eine Felseninsel, das wir mit dem Boot sogar durchqueren konnten. Definitiv beeindruckender als es klingt. Schön war auch, dass wir Delfine sehen konnten, die eine Weile mit unserem Boot mitgeschwommen sind. Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen Zwischenstopp auf Russel Island mit all den süßen, kleinen Häusern gemacht, bevor es für die Nacht in unser Hostel in Paihia ging.

Hole in the Rock - Rock Hole in the Rock Russel Island

 

Chaos-Nacht in Auckland

Bevor es weiter ins Landesinnere gehen konnte, hatten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Auckland, der etwas aufregender wurde, als wir uns das vorgestellt hatten. Kurze Zusammenfassung: Nachdem wir von unserem „überbuchten“ Hostel spät abends durch die Stadt zu einem anderen Hostel geschickt wurden, dieses Hostel mit einem Mann an der Rezeption natürlich völlig überfordert war, wir gerade noch die letzten Hostelbetten der Stadt ergattern konnten (wortwörtlich: Taylor Swift gab an dem Abend ein Konzert und ganz Auckland war ausgebucht), leider in unterschiedlichen Zimmern auf unterschiedlichen Etagen schlafen sollten, Simona daraufhin bei 7 aufgeschreckten indonesischen Teenagern auf der Matte stand, die laut ihrem Lehrer noch NIE in ihrem Leben mit einem Mädchen in einem Raum geschlafen hatten, und der Lehrer daraufhin gezwungenermaßen mit Simona Betten tauschte… landeten wir beide zufällig zusammen in einem Doppelzimmer mit eigenem Bad, ohne mehr bezahlen zu müssen! Wir haben uns gefühlt, wie im Luxushotel :D Ende gut, alles gut.

 

Waitomo Caves

Weiter ging es am nächsten Tag mit dem Bus und unsererer Lieblingsbusfahrerin Rachel zu dem Waitomo Caves, einer Tropfsteinhöhle mit Glühwürmchen, die ebenfalls in unserem Travel Pass enthalten war. Dort wurden eine Stunde erst durch den beleuchteten Teil der Höhle geführt und stiegen dann in ein Boot, das im Dunkeln durch den restlichen Höhlenteil fuhr. Hier kamen die unzähligen Glühwürmchen erst zum Vorschein und es war atemberaubend im Stillen zu sitzen und quasi in einen künstlichen Sternenhimmel zu gucken. Definitiv einen Zwischenstopp wert!

 

Rotorua

Nach dem Waitomo Caves fuhr uns Rachel weiter nach Rotorua, der Stadt, die berühmt ist für ihre geothermischen und vulkanischen Aktivitäten und den allgegenwärtigen Geruch nach Schwefel (Quelle: Wikipedia. So schön hätten wir das niemals sagen können.). Gleich nach unserer Ankunft erkundeten wir den Kuirau Park mitten in der Stadt, wo es zahlreiche heiße Tümpel mit blubberndem Schlamm gibt, aus denen der schwefelhaltige Nebel aufsteigt, der der Stadt ihren Geruch gibt. Ganz ehrlich: Wenn man nicht gerade direkt neben den Tümpeln steht, ist es wirklich kaum wahrnehmbar. Bitte nicht deshalb nicht herkommen!
Der nächste Tag war besonders ereignisreich, da wir mit einer Tour (#gönnen) gleich zwei Nationalparks besucht haben: Zuerst das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland mit dem Champagne Pool, dem neongrünen „Devil‘s Bath“ und zahlreichen anderen blubbernden Schlammkratern, wo man dem außergewöhnlichen Naturphänomen Rotoruas am nächsten kommt. Schön war auch der Lady Knox Geyser, der jeden Morgen 30.000 Liter heißes Wasser meterweit in die Luft schießt. Trotzdem ẃar das nächste Ziel unser Tageshighlight: Das Waimangu Valley, das in seiner heutigen Form 1889 aus einer gigantischen Explosion des Mount Hazard entstanden ist. Angeblich konnte man dessen Knall sogar bis nach Christchurch auf der Südinsel hören. Zum Zauber der wunderschönen Natur von Waimangu trug auch bei, dass wir auf den meisten Wegen alleine waren. Leider heutzutage eine Seltenheit bei neuseeländischen Touristenattraktionen. Durch das Valley führten mehrere hiking tracks, von denen aus man einen fantastischen Blick auf diverse Krater und Schlammtümpel mit bunten Algen hatte. Am besten gefallen hat uns der Frying Pan Lake Crater. Dessen See liegt umgeben von Farnen, Bäumen und riesigen Felsen und ist selbst so heißt, dass der Wind dessen Dampf über die Seeoberfläche bläst. Für uns war es einer der friedlichsten und hypnotisierensten Orte, an dem wir je gewesen waren. Wer mal den Kopf leeren will: Einfach mal herkommen, stundenlang auf den See gucken und den Vögeln lauschen. Wir wollten immer flüstern, um die beruhigende Stille nicht zu durchbrechen.

Überall raucht's aus mud pools in Rotorua Mitten in der Stadt - Kuirau Park Schwefelgeruch? Ach was... Blubbernder Schlamm Der Champagne Pool Auch mal ein Bild mit uns beiden drauf Lady Knox Geyser TT am Devil's Bath Der friedlichste Ort, an dem wir je gewesen sind... Ein Krater im Waimangu Park

 

Hobbiton

Auf zu den Hobbits! Auch wenn Hobbiton nicht in unserem Travel Pass gewesen wäre: Wir wären trotzdem hergekommen. Das ehemalige Filmset der „Herr der Ringe“ / „Hobbit“ - Filme auf einer Farm im Nirgendwo wurde extra für Filmfans wie uns aufrecht erhalten und wird täglich von tausenden von Leuten besucht. Man kann leider nur mit einer Tour herumlaufen, aber dafür sind auch einfach zu viele Leute dort. Trotzdem ist der Filmzauber sofort auf uns übergesprungen. Zu sehen, wo Martin Freeman als der Hobbit in sein Abenteuer zog, Gandalf und Frodo sich das erste Mal trafen und Bilbo einst gemütlich vor seiner Hobbithöhle seine Pfeife rauchte war total beeindruckend, weil wirklich alles detailreich für den Film aufgebaut wurde. Fun Fact: Regisseur Peter Jackson versuchte geradezu obsessiv Computeranimationen zu vermeiden und ließ dafür zum Beispiel einen ganzen Baum aus Silikon herstellen und ihn mit 200.000 Blättern aus Taiwan verzieren. Für uns Besucher hat sich der ganze Aufwand gelohnt: Wir durften eine Stunde lang Hobbits sein, Fotos von den 40 Höhleneingängen machen und ein kostenloses, exklusives Hobbiton-Bier im Green Dragon Pub trinken. Da wir als Kinder oft das Hobbit-Hörbuch gehört und mehr oder weniger alle Filme gesehen hatten, war diese Erfahrung wirklich einer der bisherigen Höhepunkte.

Könnten wir in Hobbiton leben, müsstet ihr uns schon besuchen kommen, um uns wiederzusehen. Ein kleiner Himmel auf Erden…

PS: Als Souvenir haben wir uns das „Hobbit“-Buch gekauft. Nicht „gegönnt“. Ist ein „muss“!

Ganz oben rechts: Bilbos Hobbithöhle happy hobbit 40 Hobbithöhlen sind noch erhalten (zumindest von außen) Hi Bilbo! Auch ansonsten sieht es in Neuseeland aus, als würde hinter jedem Hügel gleich ein Hobbit hervorschauen.

 

Weiter geht‘s dann morgen Richtung Taupo. Nun sind wir erstmal in einem Hostel in Matamata (nicht sehenswert) nahe dem Hobbiton-Set und freuen uns nach einem schönen Tag im Filmland auf unsere Pumpkin-Suppe aus der Dose. Die kleinen Freuden des Backpacker-Lebens…

 

Viele liebe Grüße von nun wirklich dem anderen Ende der Welt (12h Zeitverschiebung),

 

TT & Sisi tongue-out

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